Ehrliche Worte im Zeichen der Hoffnung

Der Weissacher Chor „Chorios“ geht in Abtsgmünd mit „menschen“ auf Sinnsuche

„Mensch, wer bist du? Wo kommst du her? Kennst du deinen Weg?“. Wer hat sich nicht schon einmal auf die Suche gemacht? Auf die Suche nach den eigenen Ursprüngen, dem persönlichen Ich, dem Sinn des Lebens. Und Suchen kann man auf verschiedenste Weise. „Chorios“ tut es in der Kochertalmetropole musikalisch.

Singend und tanzend vermitteln die jungen Akteure von „Chorios“ ihre Botschaft: „Für andere da sein.“

Singend und tanzend vermitteln die jungen Akteure von „Chorios“ ihre Botschaft: „Für andere da sein.“

Da sitzt er nun, der ehrgeizige Geschäftsmann. Im tadellos sitzenden Anzug blickt er wie besessen auf den Bildschirm seines Notebooks. Den beruflichen Aufstieg hat er im Sinn. Wo bleibt sie nur, die erlösende E-Mail seines Chefs? Jahrelang hat er auf die neue Stelle hingearbeitet, hat Familie und Freunde vernachlässigt, viele Nächte durchgearbeitet, gänzlich auf Freizeit verzichtet. „Von nichts kommt nichts“, sagt er zu seinem Kollegen.
Dann endlich das erlösende „Pling“ seiner Mailbox. Eine neue Nachricht. In fast schon zermürbender Sachlichkeit teilt ihm der Chef mit, dass die Stelle an einen anderen vergeben wurde. Stille. An den Gesichtszügen des Angestellten lässt sich sein innerlicher Verfall ablesen. Am Boden zerstört sucht er Trost bei Bekannten, telefoniert sich durch seine Handy-Kontakte. „Was, du hast eine Freundin?“, fragt er den Kumpel aus alten Zeiten. Langsam realisiert er es: Die Welt hat sich weitergedreht, während er stehen blieb. Gefangen in den Scheuklappen seines persönlichen Erfolgs.
„Wer bestimmt eigentlich was wann passiert?“, fragt eine tiefe, dunkle Stimme aus dem Off. „Haben wir einen freien Willen?“. Mit Szenen wie dieser beschreibt „Chorios“ Menschen auf der Suche. Es geht um Glauben, Gefühle, Völkerverständigung – so vielschichtig wie die Menschen selbst. „Menschen sind Suchende“, heißt es da und „solange wir suchen, haben wir Hoffnung etwas zu finden“. Musik. Der Chor stimmt den passenden Titel dazu an: „Hoffnung“.
Als „multimediales Musical“ wurde „menschen“ angekündigt. Multimedial bedeutet bei der Aufführung in Abtsgmünd neben Band, Schauspielern und Chor auf der Bühne eine inszeniert genutzte Leinwand mit Video- und Bildsequenzen. Spätestens ab der Mitte des Stücks ist allerdings ein weiteres Medium allgegenwärtig: Jesus – das Medium Gottes. Der Chor singt, bewegt sich wippend zu den Tönen.
Nach und nach machen sich die Akteure der gespielten Ausschnitte mal mehr, mal weniger glaubwürdig auf ihren Weg zu Gott, zum Glauben. Was in manchen Momenten übers Knie gebrochen wirkt, hat einen tieferen Sinn: positive Spiritualität. Ein Nachdenken soll einsetzen. „Wagt ehrliche Worte und vergebt einander“. „Chorios“ bietet Lösungsansätze, um schwierige Situationen im Leben zu meistern. „Für andere da sein“, lautet das Motto. Musikalisch bewegt sich „Chorios“ im poppig-rockigen Bereich. Balladen verleihen der Aufführung Gefühl. Neben einer erstklassigen Band sind es vor allem die Singstimmen, die überzeugen, während die Choreografie zu statisch wirkt.
Die Kulturstiftung startet mit den beiden Abtsgmünder Kirchengemeinden und der Hilfe von „Chorios“ nachdenklich ins Kulturjahr 2009.

  • Veröffentlichung:
    19.01.2009
  • Medium:
    Lokales, “Schwäbische Post”
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    by Heiko Buczinski
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Samba im Rollstuhl

Proben für den Auftritt: Rollstuhltanzkurs des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg

„Fünf, sechs, sieben acht – und alle wieder in Samba-Endstellung“, ruft Tanzlehrerin Sylvia Scheerer. Florian folgt den Anweisungen aufmerksam, bewegt sich gefühlvoll entsprechend der vorgemachten Tanzschritte. „Links, rechts, Schub, Zug“. Seit seiner Geburt sitzt der 17-Jährige im Rollstuhl. Dass er wie andere Jungen seines Alters einen Tanzkurs machen will, war für ihn selbstverständlich.

Viel Spaß bei den Proben in Unterkochen für den großen Auftritt: Die Teilnehmer des Rollstuhltanzkurses des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg.

Viel Spaß bei den Proben in Unterkochen für den großen Auftritt: Die Teilnehmer des Rollstuhltanzkurses des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg.

Florian ist voller Elan bei der Sache: Die Hände am Greifrad, den Blick auf Tanzpartnerin Lea gerichtet, die ihm aus der eigenen Tanzbewegung heraus mit dem Zeigefinger die Richtung der nächsten Samba-Drehung weist – ein kleiner Impuls, dem Florian gerne folgt. „Fußgängerin“ Lea hat den Samba-Rhythmus schon verinnerlicht, tänzelt geschmeidig zur Musik über den gräulichen Kunststoffboden. Auch Florian verlagert seinen Körperschwerpunkt, versetzt seinen Rolli gekonnt in eine Linksdrehung. Elegant sieht das aus. Viel Gefühl schwingt bei beiden mit.
Heute wird geprobt. Bald haben Fußgänger und Rollis einen Auftritt bei der Prunksitzung der Oberkochener „Schlaggawäscher“. Samba und Puscheltanz – ein Höhepunkt für die Tanzschüler, die ihr Lampenfieber nur schwer verbergen können.
Für den Samba hat Sylvia Scheerer einen schnellen Musiktitel ausgewählt. „Crazy“ von Lumidee feat. Pitbull scheppert aus den kleinen Plastikboxen, die Scheerer samt Mini-Anlage auf der Turnbank an der Wand der Gymnastikhalle aufgestellt hat. „Lächeln nicht vergessen“, mahnt sie ihre Schüler. „Das macht Spaß!“. Ein breites Grinsen zieht über die Gesichter der Tänzer.
Scheerer ist ausgebildete Tanzlehrerin, hat eine Zusatzqualifikation für Rollstuhltanz gemacht. Für den Tanzkurs des Körperbehindertenvereins Ostwürttemberg reist sie eigens aus Ludwigsburg an. Florian, Lena, Timo und Jasmin sind die vier Rollstuhltänzer, die am geplanten Auftritt teilnehmen. Die anderen – Freunde und Verwandte – sind Fußgänger. „Viele können sich selbst gar nicht bewegen“, erklärt Bettina Ortwein vom Körperbehindertenverein. „Deshalb gibt es in der Gruppe auch einige Schieber“.
Seit eineinhalb Jahren ist die Gruppe nun aktiv. „Wir freuen uns aber immer über neue Tänzer“, ergänzt Scheerer. „Lena hat heute einen Platten“, stellt einer der Tänzer plötzlich fest. Die Augen aller richten sich auf den Pneu. Tatsächlich hängt der linke Reifen etwas tief, fehlt ihm etwas Luft.
„Bist du wieder einen zu heißen Reifen gefahren?“, fragt Scheerer verschmitzt. Auf Lenas leises „Ja“ folgt herzhaftes Lachen. Die Räder von Jasmins Rollstuhl zieren zwei Blenden mit dem Aufdruck ihres Lieblingsfußballvereins. Rot-weiß-blau prangt dort das Logo des FC Bayern München.
Scheerer lässt ihren Tänzern kreativen Spielraum. „Man kann beim Samba alles machen. Auch nur mit den Armen“, sagt sie und bewegt ihre Gliedmaßen anschaulich zur Musik. „Man kann auch so Röckchen anziehen“, schiebt eine der Teilnehmerinnen grinsend hinterher. Wieder wird herzhaft gelacht. „Haltung annehmen!“, ruft Timos Papa Florian zu. „Du warst noch nicht beim Bund – das merkt man“, sagt er im Spaß.
Der Blick von Florians Mama wird etwas ernster. „Das ist so eine Sache“, sagt sie. „Florian hat eine Einladung zur Musterung bekommen“. Kopfschütteln bei den Älteren. Aber dann wird schließlich doch weiter getanzt.
Die Orientierung im Raum ist beim Tanzen wichtig. „Immer nach oben sehen“, mahnt Scheerer. Florian folgt der Anweisung unter den kontrollierenden Blicken von Tanzpartnerin Lea. „Sonst fallt ihr alle von der Bühne“.
Mit wild wedelnden Puscheln posieren die Tänzer für die Probe der Schlussszene ihres Auftritts bei den „Schlaggawäschern“ – bereit für den Applaus des närrischen Publikums. „Das war…“, ruft Scheerer und wartet auf die Antwort ihrer Tänzer. Die folgt nur einen Augenblick später: „…spitze!“

  • Veröffentlichung:
    17.01.2009
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    Lokales, “Schwäbische Post”
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    by Heiko Buczinski

„In der Brühe liegt die Kraft“

Weltmusik und Folkrock-Polka mit „HISS“ im Café Podium

Von der Suppe zum Tango, vom Tod auf die Straße – Hauptsache am Ende geht’s „raus aus diesem Kaff“. Für die Polka-Folkrocker von „HISS“ ist kein Thema tabu, sind Grenzen da um übertreten zu werden. Die Künstler zeigen, was passiert, wenn Weltmusik auf Polka trifft.

„Zeugen des Verfalls“ heißt ihr aktuelles, inzwischen sechstes Album, das sie im Dezember 2008 veröffentlicht haben. „HISS“ begeben sich darin als Augen- und Ohrenzeugen des Verfalls auf musikalische Wanderschaft. Auf unzähligen Ausflügen um den Erdball, in die hintersten Winkel der Welt haben sie so manches aufgeschnappt, Melodien und Einheimischengebrabbel gelauscht, wirre Ideen gekapert und daraus neue Texte und Lieder gebastelt.
Eine Reise durch die Welt der Musik „vom Mississippi-Delta zu den Karpaten, von der Donau in die Sierra Madre“, wie sie selbst sagen. Die gesammelten Werke kunstvoll verpackt gibt’s nun im Café Podium. Frontmann Stefan Hiss kalauert: „Wir haben einen grau-braunen Strauß tieftrauriger Melodien vorbereitet, von denen das nächste Lied noch lange nicht das schlimmste ist“.
Ob Blues vom Balkan, Ethno-Swing, Tango aus Texas oder Ska aus der Quetsche – ihre Titel sind einzigartig. Unverkennbar klingt dabei stets der typische „HISS“-Sound, eine Mischung aus Folkrock und Polka, durch, vermischt sich mit den fremden Klängen. Die Konstanz ist es, die „HISS“ auszeichnet. Seit 1995 gibt es die Band. Nur minimal hat sich die Besetzung seither verändert. Ständig sind die Musiker on tour, spielen zwischen 80 und 100 Konzerte pro Jahr.
„Wir sind immer noch die Knappen der Minne, die Ritter der Liebe“, meint ein vor Sex-Appeal sprühender Stefan Hiss. Sex, Lust und Liebe gehören zu den Lieblingsthemen, die die Gruppe besingt. Die Lust am Leben, das Frivole, die Sünde. Oder auch Suppe, „denn in der Brühe liegt die Kraft“. Ironie begleitet sie vortrefflich durchs Programm. „Was für ein Talent!“, entfährt es Hiss, nach dem minutenlangen Solo seines Kollegen Michael Roth an der Mundharmonika, das Fernseh-“Supertalent“ Michael Hirte das Fürchten gelehrt hätte.
„Ihr solltet mal sein ‚Ave Maria’ hören“, stichelt Hiss. Seine Texte singt der Akkordeonspieler ganz weltmännisch mal Deutsch, mal Spanisch. Auch Englisch mischt er darunter. Spontane Tanzeinlagen im Publikum und lautstarker Applaus bescheren den Besuchern noch so manche Zugabe bis „HISS“ sich ausgepowert mit „Raus“ verabschieden.

  • Veröffentlichung:
    07.01.2009
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    Lokales, “Schwäbische Post”
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    by Heiko Buczinski

Sieben Männer – alles live

Ein voller Erfolg: die Premiere von „Big T and the rubber souls“ im Café Magazine

Funk und Soul. Sieben Männer. Alles live. Das sind „Big T and the rubber souls“. Im Café Magazine verleihen die Künstler ihrer Liebe zur Musik beachtlichen Ausdruck. Mittendrin: ein Rückkehrer.

Verbreiteten auf hohem Niveau Stimmungswellen: „Big T and the rubber souls“ im Magazine.

Verbreiteten auf hohem Niveau Stimmungswellen: „Big T and the rubber souls“ im Magazine.

Er ist wieder hier, in seinem Revier – zumindest vorübergehend. Musik- und Event-Tausendsassa Timo Schaal feiert mit „Big T and the rubber souls“ Premiere in Aalen. Dabei sind auch die weiteren Band-Mitglieder alles andere als unbekannt: Axel Nagel an der Gitarre, Andreas Kemmer am Bass, Matthias Kehrle am Schlagzeug. Klaus Brosowski am Keyboard sowie das Bläser-Duo Norbert Botschek und Bernd Weingart (auch vollendeter Mundharmonikaspieler) komplettieren die Kapelle.
Die Kronleuchter im „Maga“ sind gedimmt. Alle Beleuchtungskörper im Raum sind auf die kleine Bühne zentriert. „Big T“ alias Timo Schaal schwitzt unter den heißen Strahlern. „Jetzt muss eben mein T-Shirt herhalten“, meint er und reibt sich den Schweiß aus dem Gesicht. Kein „Easy Listening“ wollen sie bieten, keine Coversongs zum Mitsingen trällern, sondern auf hohem Niveau Stimmungswellen verbreiten, verkünden die Musiker. „Er klingt wie ein Schwarzer“, kündigt Bernd Weingart „den Soul-Sänger Südwest- und Ost-Deutschlands“ an. Norbert Botschek lacht, singt los, schmückt die Musik mit seinem Saxofon aus. Frontmann Timo Schaal beweist wieder, dass er sich nicht nur aufs Plattenauflegen versteht, sondern auch selbst eine markante, wandelbare Stimme hat und diese einzusetzen weiß – mal kantig, mal etwas softer. Das Repertoire der Gruppe ist tiefgründig und sinnlich: „Harlem Shuffle“ von Bob & Earl, „Master Blaster“ von Stevie Wonder, „Gangster of Love“ von Johnny Watson. Selbst eine Elvis-Einlage hat Axel Nagel parat. Auf der Tanzfläche wird es eng und enger. Viele Musiker befreundeter Bands mischen sich unters Publikum. Die Aalener Premiere von „Big T and the rubber souls“ ist ein voller Erfolg.

  • Veröffentlichung:
    02.01.2009
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    by Heiko Buczinski

Mit Pop in den Heiligabend gleiten

Funk, Soul und Pop mit „Dielenfunk“ im Kulturcafé „Rambazamba“

Richtig gute Musik – die hat „Dielenfunk“ am Vorabend des Heiligabend im Aalener Kulturcafé „Rambazamba“ im Gepäck.

Bringen die Gäste im „Rambazamba“ schnell zum Tänzeln und zum Singen: „Dielenfunk“.

Bringen die Gäste im „Rambazamba“ schnell zum Tänzeln und zum Singen: „Dielenfunk“.

Ein bisschen zur vorweihnachtlichen Stimmung passt der erste gesungene Titel des Abends: Bill Withers „Lovely Day“ lässt auch den letzten Stress vergessen. „Dielenfunk“ präsentieren sich nach ihrer gelungenen Premiere zur Rambazamba-Eröffnung erneut in Form. Frecher Funk, tiefer Soul, versetzt mit poppigen Einlagen aus Hits der letzten paar Dekaden.
Im Zeichen Marvin Gayes besingen die acht Musiker die Sonnenseite des Lebens („Sunny“). Schnell sind die Gäste an der Stadtkirche auf Linie, tänzeln mit, bewegen selbst die Lippen. Ob zu Sades „Smooth Operator“ oder Faith No More mit „Easy“. Sänger Christian Steiner wirkt ein wenig erschöpft – kein Wunder ob der vielen Konzerte, die er in den letzten Wochen gegeben hat. Seine Ansagen sind entsprechend leicht verplant. Gleich zwei Mal vertut er sich im Titel.
Mitsängerin Natasha Young nimmt’s mit Humor und empfiehlt Steiner lachend eine Logistikschulung. Stimmlich ist der Musiker dennoch voll da, schmettert in seinem typischen Outfit – schwarzes Sakko, weißes Hemd – einen Song nach dem nächsten. Mit geschlossenen Augen setzt Elisa Ruz Campos dann selbst mit ein. Beeindruckend sind ihre Solo-Einsätze, perfekt ihre Interpretation von Erykah Badus „Apple Tree“. Gemeinsam singen die beiden Ladies „We are family“ von Sister Sledge und verleihen Justin Timberlakes „Senorita“ eine prickelnd feminine Note.
Für einen Moment ist der Raum in völlige Stille getaucht. „Deine Liebe ist mein König und ich kröne dich mit meinem Herz“, flüstert Elisa Ruz Campos leise ins Mikrofon bevor sie Sades „Your love is king“ anstimmt.

  • Veröffentlichung:
    29.12.2008
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    Lokales, “Schwäbische Post”
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    by Heiko Buczinski

Das Dutzend ist voll

„Sax Machine“ Lee Mayall & Band feiern im Café Podium

Familienfest am zweiten Weihnachtsfeiertag: Die Familien Mayall und Wengenmayr grooven zum 12. Mal gemeinsam im Café Podium. Alles ist dabei wie immer: dieselben Songs, dieselben Showeinlagen, dieselbe ungehemmte Begeisterung beim Publikum.

Die Familien Mayall und Wengenmayr grooven zum 12. Mal gemeinsam im Café Podium.

Die Familien Mayall und Wengenmayr grooven zum 12. Mal gemeinsam im Café Podium.

Es ist nicht nur die Musik von Sue C. und Lee Mayall, James Robinson und Band, die die Besucher Jahr für Jahr an Weihnachten ins Alte Rathaus lockt. Es ist vielmehr das Gesamterlebnis, das das Ensemble den Gästen des Café Podium bietet. Tänze auf Tischen, Musik zum Mitsingen, ein Drummer (Günter Käszmann), der auf allem spielt, was auch nur die leiseste Resonanz verspricht – vom Pfeiler im Raum über leere Plastikflaschen bis zum Ausschanktresen.
Die „Sax Machine“ macht ihrem Namen alle Ehre. Wenn Lee Mayall nach einem minutenlangen Solo wieder einmal der Schweiß von der Stirn rinnt, muss das Publikum herhalten. James Robinson übernimmt dann die Rolle des MC: „We’re gonna party tonight, but I need your help“, ruft er den Gästen zu. Diese nehmen das Angebot nur zu gerne an. „Get up“, singt die Band. „Get on up“, kontert die Menge ganz im Sinne von Soul-Legende James Brown. Zum Familienfest gehört für Sue C. Mayall neben Papa Claus Wengenmayr am Keyboard und Bruder Stefan als Zugabenpianist auch Söhnchen Luca, der mit Ohrenschützern auf dem Kopf durch die Zuschauerreihen streift und zur Musik im Takt auf der Bühne mitklatscht.

  • Veröffentlichung:
    29.12.2008
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    Lokales, “Schwäbische Post”
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    by Heiko Buczinski

Spektakulär und lecker

Weihnachtliche Musik mit „Spektakulatius“ im Café Magazine

„Spektakulatius“ klingt nicht nur spektakulär, sondern auch lecker. Was die swingende Combo nebst poppigen und rockigen Weihnachtsklassikern dem Publikum im ausverkauften Café Magazine serviert, stellt sich schnell als köstliches Menü heraus.

Ein köstliches musikalisches Weihnachtsmenü servierten „Spektakulatius“ im ausverkauften Café Magazine.

Ein köstliches musikalisches Weihnachtsmenü servierten „Spektakulatius“ im ausverkauften Café Magazine.

Humorig führen die Musiker durch ihr Programm. In schönem österreichischem Akzent kündigt Christian Steiner „Winter Wonderland“ an. Für die Fans des zuletzt glücklosen VfR, dem „Verein für Rentierfreunde“, singen Martina Fritz und Ralf Meiser „Jingle Bell Rock“.
Viel Applaus erntet Gastsängerin Aysun Idrizi von der MultiCultural Band der Schillerschule. Die Hitze im Raum wird drückend. „Spektakulatius“ machen Rast. Mit „I’ll be home for Christmas“ bläst Christian Bolz die Gruppe am Saxophon jazzig in die Pause.

  • Veröffentlichung:
    23.12.2008
  • Medium:
    Lokales, “Schwäbische Post”
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    by Heiko Buczinski